Planung des Bahnhofsgebäudes und Fertigung erster Gebäudeteile
Das Gebäude des Anhalter Bahnhofs
Nach dem erfolgreichen Bau der Fernbahnbrücke beginne ich mit dem nächsten großen Projekt: dem Gebäude des Anhalter Bahnhofs. Als Grundlage dienen mir die Originalpläne aus dem Geheimen Staatsarchiv. Ich zeichne sie vollständig digital nach. Ich will diese Teile, auch wenn ich momentan das Geld dafür nicht habe, ebenfalls aus 1-mm-Flugzeugsperrholz lasern lassen. Das Schöne beim Konstruieren ist: Zeichnen kostet nichts. Allerdings dauert es eine geraume Zeit, bis ich den Original-Bauplan, den ich mir seinerzeit beim Geheimen Staatsarchiv in Berlin besorgte, so angepasst habe, dass das Südportal über meine Gleisführung passt und dass das Gebäude trotz der Maßstabs-Anpassung auch noch harmonisch wirkt.
- Zeichnung des Bahnhofsgebäudes (Südportal)
- Zeichnung des Bahnhofsgebäudes (Westseite)
In aller Bescheidenheit bin ich der Ansicht, dass meine Corel-Draw-Zeichnungen des Gebäudes des Anhalter Bahnhofs sehr gut gelungen sind.
Gegen Ostern bin ich dann über meinen Schatten gesprungen und habe (wieder mal) eine Transaktionen vorgenommen, die so gar nicht zu meinem Lebensstil passen will, ich habe die Teile für das Südportal bestellt. Als sie eintreffen, bin ich zunächst enttäuscht. Die Nahtstellen sind deutlich sichtbar und die Fassade wirkt noch wie ein flaches Holzbrett mit Rundbögen. Durch Spachteln und Schleifen verbessere ich zwar die Oberfläche, aber mir wird klar, dass vor allem die räumliche Tiefe fehlt.
- Die gelaserte Südfassade
- Die gelaserte Südfassade
Die Fassade bekommt Tiefe
Mir wurde klar, dass gerade die Gesimse, Galerien, Terrakotten und anderen Verzierungen den Charakter des Originals ausmachen. Deshalb folgten weitere Laseraufträge. Schicht für Schicht wurde die Fassade aufgebaut – an manchen Stellen bis zu acht Lagen. Ich klebe die Fassadenteile zusammen und ergänze die Stuckarbeiten.
- Südliche Hallenstirnwand
- Der Arkadensaum wirkt nun räumlicher
Trotz der aufwändigen Gestaltung ist das Südportal bisher nur ein gelasertes dünnes Brettchen mit ein paar Verzierungen drauf. Um das im Original 5,25 m (34 mm) dick Südportal darzustellen, müssen zwischen die gelaserten 1-mm-Flugzeugsperrholz-Brettchen 3,2 cm dicke Distanzleisten geklebt und festgeklammert werden. .
Im September wurden die Rundbögen über den Gleisdurchfahrten eingesetzt. Damit war aus den ursprünglichen zwei „Brettchen“ endgültig ein räumliches Gebäude geworden.
- Die südliche Hallenstirnwand in der Bauphase
- Größenvergleich mit einer P8
Die erste Stellprobe
Die Stellprobe mit den preußischen Lokomotiven zeigte schließlich, dass die Proportionen stimmten. Das Gebäude war zwar etwas kleiner als exakt 1:160, doch die Proportionen überzeugten mich.
| < zurück | Inhaltsverzeichnis | umblättern > |







